Die Bezeichnung DAC wird von regionalen Weinkomitees an jene Weine vergeben, die ihre Herkunftsregion in unverkennbarer Weise repräsentieren. Im Jahr 2002 wurde mit der Einführung des Appellationssystems DAC in Österreichs Weinhierarchie erstmals die Herkunft über die Rebsorte gestellt. Ziel ist es typische Weine einer Region unter einer gemeinsamen Marke zusammenzufassen und damit größere Weinmengen mit einer zuordenbaren Stilistik zu schaffen.
Die leichteste Kategorie trägt die Bezeichnung Mittelburgenland DAC oder Mittelburgenland DAC Classic. Dabei handelt es sich um einen sortentypisch, fruchtig, würzigen Blaufränkisch der in großen Eichenfässern oder Stahltanks ausgebaut wird. Er besitzt ein sortentypisches Bukett und einem maximal kaum merkbaren Holzton. Seine Farbe ist ein kräftiges, gedecktes Rot und der Alkoholgehalt liegt zwischen 12,5% und 13%. Der Verkauf darf frühestens am 1. März des auf die Ernte folgenden Jahres erfolgen.
Die mittlere Kategorie heißt ebenfalls Mittelburgenland DAC, diese muss aber zusätzlich um eine Riedenbezeichnung ergänzt werden. Geschmacklich entspricht er der ersten Kategorie, ist aber kräftiger und kann auch einen leichten Holzton besitzen. Ausgebaut wird er in großen Eichenfässern oder gebrauchten Barriques. Die Abgabe an die Verbraucher erfolgt frühestens am 1. September des auf die Ernte folgenden Jahres. Dieser Wein muss einen Alkoholgehalt zwischen 13% und 13,5% aufweisen.
Die kräftigste Kategorie heißt Mittelburgenland DAC Reserve. Er muss einen merkbaren bis dominierenden Holzton aufweisen und in großen Eichenfäßern oder Barriques ausgebaut werden. Dieser Wein muss mindestens 13% Alkoholgehalt besitzen. An die Verbraucher darf er erst am dem 1. Jänner des zweiten auf die Ernte folgenden Jahres erfolgen.
Allen drei Kategorien ist es gemeinsam, dass der Restzuckergehalt 2,5 g/l nicht übersteigen darf. Das Bukett erinnert an Kirschen und Brombeeren, bringt ausgeprägte, würzige Fruchttöne am Gaumen.
Die Herkunft des Weines kann über eine Analyse der Aroma- und Mineralstoffe des Weines eindeutig zugeordnet werden. Der Mittelburgenland DAC fällt dabei insbesondere durch seinen sehr hohen Resveratrolgehalte auf.
Der erste Jahrgang des Mittelburgenland DAC ist 2005. Für diesen Jahrgang wird von einer Gesamtmenge von ca. 800.000 Bouteillen aus 42 Weinbaubetrieben ausgegangen. Die Rebsorte Blaufränkisch stellt im Mittelburgenland die Leitsorte und mit 1.165 ha knapp mehr als 55% der gesamten Weinanbaufläche der Weinbauregion.
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