Adiantum,
der reizende Frauenhaarfarn mit den feinen, zartgrünen Blättchen und den steifen, braunen oder schwarzen
Stielen hält sich im Wohnklima meist nur eine begrenzte Zeit. Seine Ansprüche an gleichbleibende Wärme und Luftfeuchte können
im Zimmer meist nicht erfüllt werden.
Aspienium,
dem Nestfarn tropischer Regenwälder, wo er als Epiphyt riesenhafte Ausmaße annehmen kann, ergeht es bei
Zimmerkultur nicht viel besser als Adiantum. Wasser und Nährstoffe sammeln sich, ähnlich wie bei Trichterbromelien, in den
Blattrosetten und werden von dort der Pflanze zugeführt.
Blechnum,
der Rippenfarn, ist mit der Art B.gibbum aus der Südsee, wo er als
Baumfarn lebt, einigermaßen erfolgversprechend im Zimmer zu halten, Man muss ihn allerdings im Winter vor Kühle des
Topfsubstrats und Zugluft bewahren. Die Pflanze soll nicht direkt besprüht werden.
Nephrolepis,
der Schwertfarn, ist der wohl bekannteste und auch dankbarste Farn für die Zimmerkultur, da er auf Luft- und
vorübergehende Ballentrockenheit nicht so empfindlich reagiert, wie die meisten anderen Farne. An den Ausläufern sich
bildende Jungpflanzen kann man abtrennen und in feuchtem Substrat bewurzeln lassen.
Pellaea,
der Pellefarn, dessen Verbreitungsgebiet sich über den gesamten amerikanischen Kontinent erstreckt, verträgt als
einziger Farn etwas Sonne und gelegentliche Trockenheit.
Phlebodium,
der Tüpfelfarn, stammt aus den Tropen Südamerikas und ist bei uns in mehreren Sorten im Handel. Er braucht
im Winter Temperaturen um 20°C und hohe Luftfeuchtigkeit, wie die meisten Farne.
Phyllitis,
der Hirschzungenfarn, ist als einheimisches Gewächs an einen kühlen
Winterstandort gewöhnt. Während der Kultur dürfen die Temperaturen im Winter am hellen Platz unter 10° C liegen. Im Sommer
sollte die Pflanze ins Freie. Eine Vermehrung ist durch Blattstecklinge möglich, wobei die Blattstiele in feuchtes
Anzuchtsubstrat bei etwa 20° C Bodenwärme gesteckt werden.
Platvcerium,
der Geweihfarn, ist ein Epiphyt der aus Ostasien, Australien, Amerika
und Afrika stammt. Er ist empfindlich gegen Sprühflüssigkeit auf den Blättern. Daher ist es besser, den Topf von Zeit zu Zeit
in enthärtetes, temperiertes Wasser zu tauchen, und zwar so, dass die Pflanze bis zum Abend abtrocknen kann.
Erfolgreich können diese Farne in Orchideentöpfen kultiviert werden, da die sogenannten Mantel-
oder Nischenblätter, die später absterben, den Topf völlig umhüllen und die Pflege erschweren.
Pteris,
der Saumfarn, ist in vielen Arten im Handel. Er lässt sich mit wenigen Ausnahmen gut im Zimmer kultivieren.
Der Standort soll hell bis halbschattig sein. Zimmertemperatur ist im Sommer angebracht im Winter kann es etwas kühler sein.
P.ensiformis sollte nie unter 18° C stehen.
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