Ananas, Cryptanthus, Billbergia nutans
sind Erdbromelien, die ganzjährig warm
stehen wollen, jedoch keine direkte Besonnung lieben. Als Substrat eignet sich jede durchlässige,
humose Blumenerde. Am unempfindlichsten ist Billbergia nutans, der Zimmerhafter, der auch Sonne
und einen kühleren Platz im Winter verträgt. Das Gießwasser sollte auf keinen
Fall zu kalkhaltig sein. Cryptanthus und Ananas sind dankbar für gelegentliches Übersprühen,
wobei man dem Wasser eine schwache Düngerlösung beigeben kann. Zusätzlich sollte alle
zwei Wochen mit einem flüssigen Volldünger gegossen werden. Cryptanthus und Billbergia
nutans macht gelegentliche Trockenheit nichts aus. Umgetopft wird nach Bedarf, gewöhnlich
alle zwei Jahre, vermehrt durch Kindel. Ananaspflanzen gewinnt man auch, wenn man das obere Drittel
einer frischen Frucht mit der vorher etwas angetrockneten Schnittfläche auf feuchte, torfhaltige
Erde setzt und für viel Bodenwärme (Heizung unter dem Fensterbrett) sorgt.
Aechmea,Vriesea
wachsen in ihrer Heimat meist als Epiphyten und werden bei uns in einem sehr
lockeren, torfreichen Substrat kultiviert. Sie wollen hell, aber absonnig stehen, die Topferde
muss stets feucht gehalten werden, darf jedoch nie vernässen. Alle zwei Wochen wird mit
schwacher Lösung flüssig gedüngt. Vermehrt wird durch Kindel beim gelegentlichen
Umtopfen.
Guzmania;
eine Trichterbromelie mit einer interessanten Blüte in der Rosettenmitte,
konnte früher eigentlich nur im Tropenfenster gehalten werden. Neue Züchtungen und
Auslesen machen jedoch auch eine Zimmerkultur möglich. Allerdings verlangt die Pflege viel
Aufmerksamkeit. Guzmania braucht einen warmen Platz, an dem die Temperaturen auch im Winter nicht
unter 18°C sinken. Die Erde sollte stets leicht feucht sein, den Sommer über wird zusätzlich
in den Trichter gegossen - immer mit kalkarmen, temperierten Wasser. Während des Blatt- und
Blütenaustriebs wird of gesprüht. Gedüngt wird von April bis September alle zwei
Wochen mit flüssigen Blumendünger in schwacher Konzentration.
Graue Tillandsien
sind gut für eine Zimmerkultur geeignet, während die
grünen in ein geschlossenes Blumenfenster gehören. Im Gegensatz zu den meisten anderen
Bromelien vertragen Graue Tillandsien Sonne und sind es gewohnt, bei hoher Luftfeuchtigkeit
Trockenperioden zu überstehen. Man bindet sie zum Beispiel mit dem Streifen einer Strumpfhose
auf Ast- oder Rindenstücken (von Eiche, Robinie und Akazie) fest. So lassen sie sich im
Sommer im Freien an Bäumen aufhängen. Dort werden die Tillandsien bei warmen Wetter
häufig übersprüht, alle zwei bis drei Wochen mit einer schwachen Flüssigdüngerlösung.
Im Winter im warmen Wohnzimmer sprüht man ohne Zusatz. Vermehrt wird durch Kindel.
Hinweise:
Wenn es bei Trichterbromelien mit der Blüte im Frühjahr oder Sommer
nicht klappen will, steckt man die Pflanzen zusammen mit einigen Äpfeln in einen fest zu
verschließenden Folienbeutel und lässt das den Äpfeln entweichende
Äthylengas eine Nacht lang einwirken.
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